Agoraphobia – Wem gehört die Stadt? kunst magazin 3. Juni 2013

“Allerorten regt sich immer stärkerer Protest seitens der Bevölkerung gegen die von Profitgier getriebenen Investoren, deren Luxusbauten zu einer zunehmenden Vertreibung ärmerer Bevölkerungsschichten und somit einer starken sozialen Ungleichheit führen. Erst vergangene Woche versammelten sich tausende Menschen auf dem zentralen Taksim-Platz in Istanbul, um gegen die geplante Bebauung des Gezi-Parks – der letzten Grünfläche in der Innenstadt – mit einem Shoppingcenter zu demonstrieren.”

schreibt Julia Schmitz im kunst-magazin über die istanbul biennale preview Agoraphobia bei Tanas Berlin.

“Mit seinen Aquarell-Zeichnungen unter dem Titel „Die Stadt ist unsere Fabrik“ arbeitet Christoph Schäfer die jahrhundertealte Geschichte des Urbanen auf und illustriert, basierend auf den Theorien des französischen Philosophen Henri Lefebvre, den Kampf gegen den schleichenden Verlust des „Rechts auf die Stadt“ der Bürger im Hamburger Gänge-Viertel. Der urbane Raum habe, so seine These, die Fabriken als Produktionsstätten ersetzt, das Café die Kantine – die zunehmende Gentrifizierung jedoch schränke die Zugänglichkeit dieser postindustriellen Industrieorte nach und nach ein und vertreibe die dazugehörigen Akteure. Lassen sich Alternativen finden oder wird es zum Kampf gegen Windmühlen?”

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